Hydrophobierungen

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Hydrophobierung

Feuchte Wände =  kalte Wände

Hydrophobierte Wände =  trockene Wände

Trockene Wände = warme Wände.

So einfach ist das!

Hydrophob heißt wörtlich wassermeidend. Wenn man also eine Wand hydrophobiert, läuft sie bei Regen davon. Na schön, so ist es nicht:  Man rüstet durch ein in die Oberfläche eindringendes Material die Kapillaren einer Fassade wasserabweisend aus, sodass die kapillar wassersaugende Eigenschaft eines zumeist mineralischen Baustoffes unterbunden wird.

Daraus folgt: eine Fassade wird bei Regen lediglich oberflächlich nass, die Wand bleibt trocken.

Eine trockene Wand hält Wärme weitaus besser zurück als eine nasse, wer je eine durchnässte Jacke trug, wird dies bestätigen. Feuchtigkeit, die sich in der Wand befindet, kann jedoch nach wie vor abdunsten, da die Kapillaren offen bleiben, Luftfeuchtigkeit  also weiterhin abgeführt werden. Kondensfeuchtigkeit, die sich im Innern auf die Wand legt, kann abtransportiert werden.

Diese Feuchtigkeit würde sich ansonsten in der Wand aufkonzentrieren, bis diese nass ist und Wärme nach außen leitet.

Der Effekt der nach außen transportierten Feuchtigkeit ist ein oft unterschätzter, mittels Styropor gedämmte Häuser weisen erstaunlich oft Schimmelecken auf, obwohl doch Kondensfeuchtigkeit kein Thema mehr sein sollte.  Auch die gute wohlmeinende wasserabweisende Latexfarbe, auch gern  mit der Eigenschaft „dampfdiffusionsoffen“  angepriesen, schließt eine Fassade so stark ab, dass der Effekt unterbrochen wird. Seine starke Wirkung rührt übrigens vom „Vergaserprinzip“ her: Luft, an einem Röhrchen vorbeiziehend, erzeugt einen Unterdruck in diesem. Somit wird feuchte Luft langsam, aber kontinuierlich nach außen abtransportiert. Durch Wasser, Farbe oder Styropordämmung unterbrochene Dampfdiffusionsfähigkeit verändert also erheblich die Gesamtbedingungen eines Hauses.

Verschiedene Mittel bringen, wie bei der Horizontalsperre (Die Mittel sind sich sehr ähnlich, da sie eine ähnliche Wirkung erzielen sollen), qualitativ unterschiedliche Effekte, wie alles im Leben sind auch diese preisabhängig.

Neben flüssigen Medien gibt es auch hier eines in Gel-Form, was nahezu tropffrei zu verarbeiten ist.

Allen Mitteln ist gemein, dass sie nach ausreichender Abtrocknungsphase quasi unsichtbar sind, lediglich nach dem Regen weisen sie einen Abperl-Effekt auf. Der verliert sich bei den meisten Produkten mit der Zeit, da sie nicht UV-beständig sind. Das tut der positiven Wirkung jedoch kaum einen Abbruch, da die wasserabweisende Wirkung direkt unter der Oberfläche einsetzt, die Wand ist also immer noch geschützt.

Lassen sie sich auch hier gern von uns beraten!